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Coburg beheimatet den ersten Amateur Radio Club Deutschlands und ist mit 80 Mitgliedern gleichzeitig auch der größte Club dieser Art.
Die Faszination Amateurfunk geht zurück bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Die Pioniere dieser Zeit, Heinrich Hertz und Guglielmo Marconi, gelten als Gründerväter des modernen Amateurfunks. Da anfangs noch keine Lizenzen vergeben worden sind, führte dies zu einem regelrechten Chaos im Funknetz. Einige Stimmen behaupten auch, dass dieses Wirrwar einer der Gründe ist, warum beim Untergang der Titanic 1912 so viele Menschen ums Leben kamen.
Die Entwicklung des Amateurfunks verlief jedoch von Land zu Land unterschiedlich. So standen Länder wie die USA, Frankreich und Großbritannien der neuen Technik liberal gegenüber, während in Deutschland die Ansicht vertreten wurde, das Fernfunknetz im staatlichen Monopol zu halten.
Heutzutage spielt Amateurfunk eine eher geringe Rolle und wird meist nur als Hobby von technikbegeisterten Bastlern betrieben. Allerdings hat der Amateurfunk große Dienste bei der Katastrophenrettung geleistet.
Die vielen verschiedenen Amateurfunk Clubs in Deutschland veranstalten regelmäßige Treffen bei denen sich die Hobbyfunker gegenseitig Austauschen und voneinander lernen können. Auch sportliche Events werden ab und an abgehalten: Bei der sogenannten Fuchsjagd gilt es, einen versteckten Sender nur mit Hilfe eines Funkers ausfindig zu machen.
Ein Amateurfunkzeugnis kann man bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen einholen.